7 Fragen an Holger Fries, Geschäftsführer der WALTER FRIES Gruppe

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Lieber Herr Fries, M&A liegt bei Ihnen praktisch im Blut. Was fasziniert Sie so sehr an dem Geschäft?

Für mich ist das faszinierende, zahllose Unternehmer und Geschäftsmodelle in den unterschiedlichen Branchen kennen zu lernen. Jeder Transaktionsprozess ist individuell, genauso wie unser Mandantenkreis und unsere Projekte. Jeden Tag gibt es neue Herausforderungen, die nach vielfältigen und auch kreativen Lösungen verlangen. Wir beraten mit Herzblut und handeln als verlässlicher Partner auf Augenhöhe im Auftrag von mittelständischen Unternehmen.


Sie haben unter der Flagge der WALTER FRIES Consulting gerade einen neuen Geschäftsbereich eröffnet. Was ist die Motivation hinter WALTER FRIES Business Coaching?

Grundsätzlich sind wir eine wachsende Firmengruppe, die immer nach neuen Geschäftsmodellen sucht. Wir denken durch und durch unternehmerisch. Geprägt ist dies vor allem durch die Motivation unserer Mandanten. Viele Menschen in unserem Umfeld stellen hierbei Fragen nach verschiedenen Kompetenzen, was unsere Firmengruppe äußerst dynamisch macht. Wir haben den Mut immer neue Dinge auszuprobieren. Der Bereich Business Coaching ist hierbei aus unserer Schwestergesellschaft WALTER FRIES Consulting entstanden und legt den Fokus auf den Menschen selbst – ganz getreu unseres Mottos „business as human“. Gerade auch in unserem Geschäftsumfeld bietet dieser Bereich Hilfestellungen, beispielsweise in kulturellen Veränderungen oder Integrationsprozessen.


Auf Ihrer Website steht: „Vertrauen wächst im Gespräch miteinander“ – wie ist das während der COVID-Pandemie möglich? Wie haben Sie sich umgestellt?

Unserer Umstellung während der Pandemiephase verlief im Grunde reibungslos, da wir bereits vor der Krise ein gutes Fundament für eine digitale Zusammenarbeit geschaffen haben. Unseren überwiegenden Anteil der internen Kommunikation sowie Gespräche mit Mandanten und auch wichtige Verhandlungsrunden konnten wir daher problemlos auf digitale Weise abhalten und auf umfangreiche Collaboration Tools zurückgreifen. Natürlich fehlt hier der persönliche und der menschliche Kontakt, vor allem in einem Geschäftsumfeld, dass auf Vertrauen basiert. Jedoch entstanden hierdurch auch positive Nebeneffekte in Form von weniger Anreisezeit und mehreren Terminen an einem Tag, was sich bei bundesweiten Mandaten schon durchaus bemerkbar macht. Sofern dies sinnvoll und möglich war, gab es auch während der Pandemie das ein oder andere persönliche Treffen. Glücklicherweise hat sich dies normalisiert, sodass mittlerweile wieder Treffen mit persönlichem Austausch möglich sind.


„Durch unsere professionelle Beratung helfen wir Eigentümern und Investoren, Risiken zu minimieren und neue Potenziale zu erkennen. So stellen wir die Chancen in den Vordergrund.“


Wie gehen Sie mit der Datenflut um, die aktuell vorherrscht?

Das Thema Datenflut geht auch an uns nicht vorbei. Im Gegenteil, es gehört zu einer unserer Stärken, aus einer Menge unübersichtlicher Informationen wesentliche Dinge zu filtern und zu aussagefähigen Informationen zu formen. So haben wir eine besondere Kompetenz im Bereich der Datenanalyse – u.a. im Bereich Microsoft PowerBI – welche wir nutzen um die „Spreu vom Weizen zu trennen“. Wir ziehen bereits seit Jahren die Rohdaten aus den Subsystemen unserer Mandanten, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Nur so entstehen qualitativ gut ausgearbeitete Unterlagen und Analysen, die bei jedem Transaktionsprozess von übergeordneter Bedeutung sind. Das ist ein wichtiger Teil unserer Dienstleistung und unserer DNA.


Welche Rolle spielt Technologie in einer M&A Boutique wie WALTER FRIES Corporate Finance?

Natürlich wäre ein schnellerer und qualitativ hochwertiger Matching Prozess/ Technologie zwischen Verkäuferseite und potenziellen Investoren sehr wünschenswert. Da leistet Deal Circle mit ihrer Technologie eine sehr lobenswerte Arbeit. Auch in unserem Umfeld macht die Digitalisierung keinen Halt. Im Finanzbereich bildet die Analyse- und Planungssoftware LucaNet den Grundstein, der durch Microsoft PowerBI und weitere Auswertungstools ergänzt wird. Zudem arbeiten wir beispielsweise schon lange mit virtuellen Datenräumen und nutzten von uns intern entwickelte Cloud Portale, um sensible Dokumente mit unseren Mandaten auszutauschen. Durch den Einsatz von Collaboration Tools prägen, wie bereits erwähnt, zwischenzeitlich auch mehr und mehr Videokonferenzen unseren Arbeitsalltag. Wir müssen in vielen Phasen eines Transaktionsprozesses schnell und zuverlässig arbeiten, da hilft jeder technische Fortschritt ungemein. Die richtige Technologie ermöglicht uns hierbei Freiräume für das Wichtige zu schaffen: die Beratung und Bedürfnisse des Mandanten.


„In unserem Team pflegen wir zwei Leidenschaften: den Blick für das große Ganze und die Liebe zum Detail.“


Welche technische Neuerung würden Sie sich für die M&A Branche wünschen?

Natürlich wäre ein schnellerer und qualitativ hochwertiger Matching Prozess/ Technologie zwischen Verkäuferseite und potenziellen Investoren sehr wünschenswert. Da leistet Deal Circle mit ihrer Technologie eine sehr lobenswerte Arbeit. Wir verfügen über ein enorm breites Netzwerk, stellen jedoch auch oft fest, dass es immer wieder neue interessante Kontakte in den verschiedenen Branchen gibt. Das gilt auch für das europäische Ausland. Gerade in Skandinavien, den Niederlanden, in Österreich und der Schweiz gibt es viele Industriebeteiligungen und Family Offices, die in ganz unterschiedliche Branchen investieren und darüber hinaus unternehmerisch und mittelständisch denken. Als Ergänzung im Rahmen der Ansprache greifen wir daher auch selektiv auf die innovativen Möglichkeiten von Matching-Plattformen zurück.


Welche Transaktion macht Sie besonders stolz und warum?

Jede Transaktion ist für mich besonders und einzigartig. Jede erfolgreiche Transaktion macht mich und mein Team stolz. Da ist es schwer abzuwägen, welche davon besonders heraussticht. Wir möchten jedem Mandat die gleiche Aufmerksamkeit widmen, da rückt die Unternehmensgröße zunächst etwas in den Hintergrund. Vielleicht muss ich zugeben, dass eine unserer letzten Transaktionen mit dem Anteilsverkauf der Litte John Bikes GmbH eine wahnsinnig spannende Zeit für uns war. Vor allem Hinsichtlich eines stark wachsenden Fahrradmarktes und dann noch verbunden mit allen Unsicherheiten und Herausforderungen in einem pandemiebedingten Geschäftsjahr. Trotz aller Schwierigkeiten wurde das Projekt für alle Beteiligten zu einem großen Erfolg.

Kai Hesselmann

Kai Hesselmann

Kai ist Co-Founder und Managing Partner von DealCircle.
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