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DEEP DIVE Webinar: Patentdaten – So erkennen Sie Chancen und Risiken im M&A-Prozess

Gemeinsam mit Lucas von Reuss (Co-Founder & CEO, Quant IP) haben wir beleuchtet, wie Sie mit Hilfe von Patentdaten Chancen und Risiken im M&A-Prozess evaluieren können.

Erfahren Sie in der Aufzeichnung:

  • warum Patentdaten ein oft unterschätzter Faktor in M&A-Transaktionen sind,
  • wie sie Innovationskraft und Wettbewerbsvorteile sichtbar machen,
  • welche Use Cases aus der Praxis den größten Mehrwert bringen,
  • wie sie den Due-Diligence-Prozess ergänzen,
  • und vieles mehr…

Während der Session sehen Sie außerdem mehrere Demos und Use Cases direkt im Tool.


Patentdaten im M&A-Prozess – Wie Technologieanalysen neue Perspektiven eröffnen

Im modernen M&A-Prozess spielt die Bewertung technologischer Innovationskraft eine zunehmend entscheidende Rolle. Neben klassischen Finanzkennzahlen und Marktanalysen gewinnen immaterielle Vermögenswerte – insbesondere Patente – an strategischer Bedeutung. Sie geben Aufschluss über das Innovationspotenzial, die Wettbewerbsposition und die langfristige Wertschöpfung eines Unternehmens. Doch wie lässt sich Patentqualität objektiv messen und in die Transaktionsbewertung integrieren?


Warum Patente mehr sind als Schutzrechte

Patente dokumentieren nicht nur technische Erfindungen, sie sind Indikatoren für Innovationsaktivität und Zukunftsfähigkeit. Ein starkes Patentportfolio signalisiert technologische Führerschaft, während Lücken oder veraltete Schutzrechte auf Innovationsrisiken hinweisen können. Gerade in technologiegetriebenen Branchen – von Luftfahrt über Life Sciences bis Software – bilden Patente damit eine zentrale Grundlage für die Bewertung von Zielunternehmen.

Ein aktuelles Beispiel liefert der Lufttaxi-Entwickler Lilium: Trotz hoher F&E-Investitionen blieb der wirtschaftliche Erfolg aus. Nach zwei Insolvenzen wurde das Patentportfolio an den Wettbewerber Archer Aviation verkauft – zu einem Bruchteil des ursprünglichen Werts. Eine Analyse zeigte, dass die rund 300 Patente auf nur 37 echte Erfindungen zurückgingen und die Patentqualität im Vergleich zu Konkurrenten wie Archer oder Joby Aviation deutlich geringer war.


Quant IP: Innovation messbar machen

Das Hamburger Analyseunternehmen Quant IP hat sich darauf spezialisiert, Patentdaten für Investoren, Banken und Asset Manager zugänglich zu machen. Mit einer globalen Datenbank und standardisierten Bewertungsverfahren quantifiziert Quant IP Innovationsaktivitäten auf Basis objektiver Kennzahlen. Die Methodik erlaubt es, Patentqualität bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zu bewerten – Jahre bevor klassische Metriken verfügbar sind.

Mithilfe von drei zentralen Qualitätsdimensionen – Grant Robustness, Market Potential und Citation Potential – lassen sich Stärken und Schwächen eines Patentportfolios frühzeitig erkennen. So wird sichtbar, welche Technologien das größte Marktpotenzial haben und welche Schutzrechte nur begrenzte Relevanz besitzen.


Neue Ansätze für Deal Sourcing und Tech Due Diligence

Patentdaten eröffnen vielfältige Möglichkeiten in der Transaktionsanalyse:

  • Deal Sourcing: Thematische Analysen von Patentportfolios ermöglichen das frühzeitige Erkennen innovativer Zielunternehmen – unabhängig von klassischen Branchenklassifikationen.
  • Long-List-Qualifizierung: Die Bewertung von Patentqualität dient als erster Filter, um Zielunternehmen objektiv einzuordnen und Red- oder Green Flags frühzeitig zu erkennen.
  • Tech Due Diligence: Das Patentportfolio fungiert als technologischer „Fingerabdruck“ eines Unternehmens oder einer Branche. Ähnlichkeitsanalysen helfen, Peer Groups zu definieren und Innovationsdynamik, Momentum sowie personelle Risiken zu bewerten.

Künstliche Intelligenz und Large Language Models (LLMs) erleichtern diese Analysen zusätzlich, indem sie technische Inhalte ohne Patentsprache erfassen und in einen wirtschaftlichen Kontext übersetzen. So gewinnen M&A-Teams und Investoren neue Geschwindigkeit und Präzision – unabhängig von externen Experten oder langwierigen Gutachten.


Fazit: Patentdaten als Schlüssel zu fundierteren M&A-Entscheidungen

Die Integration von Patentdaten in den M&A-Prozess ermöglicht eine objektive, datenbasierte Bewertung technologischer Chancen und Risiken. Sie liefert tiefe Einblicke in die Innovationskraft von Unternehmen und erlaubt eine frühzeitige Einschätzung ihres zukünftigen Wertpotenzials.

Für Investoren und Berater wird damit klar: Wer Patentdaten systematisch nutzt, verschafft sich einen entscheidenden Wissensvorsprung – und kann technologische Entwicklungen gezielt in seine Transaktionsstrategie integrieren.

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